Hotline 0761 36122

Presse- und Medienbereich des BSV Südbaden e.V.

nachstehend finden Sie eine Aufstellung von Presseartikeln, die sich mit unserer Selbsthilfeorganisation beschäftigen. Die hier aufgeführte Presseübersicht ist keineswegs vollständig. Weiterführende Artikel können als Kopie in der Vereinsgeschäftsstelle angefordert werden.

Sommertreff der Bezirksgruppe Mittelbaden im Unimogmuseum
Badisches Tagblatt

Der Einladung zum 45sten Sommertreff der Bezirksgruppe Mittelbaden des Blinden- und Sehbehindertenvereins Südbaden e. V. ins Restaurant des Unimogmuseums folgten über ein Drittel der 93 Mitglieder.

Vor dem geschäftlichen Teil befasste sich Bezirksgruppenleiter Hans Kühn in einem ausführlichen Referat mit dem Thema „Inklusion“. Zunächst betrachtete er die Inklusion aus historischer Sicht. Unwissenheit, Vorurteile und Bevormundung hatte das Gegenteil von Inklusion, nämlich Ausgrenzung zur Folge. Der Fürsorgegedanke der Nachkriegszeit sei erst in den 70-Jahren verschwunden, als in kleinen Schritten eine gesellschaftliche Teilnahme für Behinderte möglich wurde. Erst mit der Ergänzung des Artikels Drei des Grundgesetzes, dem Benachteiligungsverbot für behinderte Menschen bis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz 2006 wurde die Diskriminierung und Ausgrenzung zumindest von gesetzlicher Seite beseitigt. Im gleichen Jahr verabschiedete die UN–Generalversammlung einstimmig die BRK (Behindertenrechtskonvention), in der sich die Unterzeichnerstaaten verpflichteten, alle Menschenrechte auch auf Menschen mit Behinderung anzuwenden.

Die von Institutionen der BRD entwickelten Aktionspläne brachten nicht unbedingt die erhoffte Wirkung, so dass der UN-Fachausschuss Deutschland kein gutes Zeugnis ausstellt. Auch die geplanten Gesetzesänderungen bleiben weit hinter den Forderungen der Behindertenverbände zurück. Resümee des Bezirksleiters: „Es bleibt also noch viel zu tun bis das Ziel einer inklusiven Gesellschaft erreicht ist“. Kühn räumte ein, dass die Umsetzung der UN–Konvention auf kommunaler Ebene besser aussieht und übergab das Mikrofon an Oberbürgermeister Christof Florus.

Zur Umsetzung von Verbesserungen sei ein Lernprozess nötig, so der OB. Im städtischen Fachbereich für Gesellschaft und Familie gibt es einen Bereich, der sich um Inklusion, Migration, Senioren und den Abbau von verschiedenen Barrieren kümmert. Die Mitarbeit der Behindertengruppen sei wichtig, dies werde in Gaggenau bereits praktiziert. Es sei zwar nicht möglich, alles sofort barrierefrei zu machen, „aber die wichtigen Punkte bearbeiten wir Jahr für Jahr“.  Nach diesen Beiträgen zum Thema Inklusion hatte die neue Aufleserin, Uta Schröder, die Gelegenheit, sich vorzustellen, und die Hörer der halbjährlich erscheinenden CD mit Vereinsnachrichten an ihre Stimme zu gewöhnen.

Der stellvertretende Vorsitzende des BSV, Hans-Georg Fischer, berichtete unter Anderem von den neu geschaffenen Möglichkeiten der Augendiagnostik im Blindenheim in Freiburg, was die Zeit bis zur Behandlung erheblich verkürzt. Ein weiteres Projekt ist „der Augenbus“, im Moment noch in der Probephase, der den ländlichen Raum abfährt, mit dem Ziel, den Patienten in augenärztlich unterversorgten Gebieten Untersuchungen zur ermöglichen und fachkundig zu beraten. Im Hinblick auf die Finanzierung der Vereinigung und deren Projekte bedankte sich Hans Kühn bei den Sponsoren, er erwähnte hier besonders das Engagement der Sparkassen, auf die man sich verlassen könne.

Sommertreff der Bezirksgruppe Mittelbaden des BSVSB
BNN-Artikel vom 25. Juni 2017

„Bei der Inklusion ist noch viel zu tun“

Sommertreff der Blinden und Sehbehinderten

Von unserem Mitarbeiter Joachim Kocher

Gaggenau. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Südbaden, Bezirksgruppe Mittelbaden, veranstaltete am Samstag zum 45. Male sein traditionelles Sommertreffen, zu dem der erste Vorsitzende Hans Kühn 35 der insgesamt 93 Mitglieder im UnimogMuseum begrüßen konnte. Hans Kühn ging zu Beginn der Versammlung auf das Thema Inklusion ein. „Es gibt noch viel zu tun“, sagte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Mittelbaden, um das Ziel einer inklusiven Gesellschaft bundesweit zu erreichen.

Im kommunalen Bereich, so beispielsweise auch in Gaggenau, sehe es dabei wesentlich besser aus als auf Bundes- oder Landesebene. Hans Kühn erinnerte auch daran, dass der Blinden- und Sehbehindertenverband Südbaden, Bezirksgruppe Mittelbaden, erstmals 1973 ein Sommertreffen in Gaggenau durchführte. „Dies kam damals durch Günther Warth und den damaligen Oberbürgermeister Helmut Dahringer zustande.“ Kühn dankte der Stadt Gaggenau sowie der Sparkasse für die finanzielle Unterstützung.

Oberbürgermeister Christof Florus hob die Arbeit des Blindenvereins hervor, die er als ganz wichtig für unsere Gesellschaft bezeichnete. 13 der insgesamt 93 Mitglieder aus der Bezirksgruppe Mittelbaden, so Florus, kommen aus Gaggenau. Der OB zeigte sich überzeugt davon, dass in Gaggenau noch mehr Menschen wohnen, die sehbehindert seien. Diese sollten sich unbedingt an den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband wenden, sagte das Stadtoberhaupt. Florus hob auch die Arbeit von Hans Kühn hervor, der seit nunmehr 17 Jahren an der Spitze der Bezirksgruppe Mittelbaden steht.

OB Florus machte den Anwesenden auch deutlich, dass er dem Thema Inklusion einen besonderen Stellenwert einräume. So habe er vor geraumer Zeit ein neues Amt „Gesellschaft und Bildung“ geschaffen, das sich unter anderem mit dem Thema Inklusion beschäftige. „Wir haben in Gaggenau das Glück, Unterstützung von Ihnen zu erhalten“, gab Florus gegenüber Hans Kühn zu verstehen. „Viele Dinge haben wir durch die Gespräche mit Ihnen gelernt.“ Florus wies auch auf verschiedene Maßnahmen im und am Rathaus hin. Diese haben das Ziel, Hindernisse im öffentlichen Raum soweit als möglich zu beseitigen.

Hans- Georg Fischer, stellvertretender Vorsitzender des Blindenvereines Südbaden, dem etwa 650 Mitglieder angehören, sprach in seinem Grußwort unter anderem das Augendiagnostikzentrum in Freiburg sowie das Projekt „Augenbus“ an, das in strukturschwachen Gebieten des Landes zum Einsatz kommt.

Während der Versammlung stellte sich auch Uta Schröder aus Baden-Baden vor, die künftig die Vereinszeitschrift besprechen wird.

Hans Kühn leitet die Bezirksgruppe. Foto: ko

Hans Kühn leitet die Bezirksgruppe. Foto: ko

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. kämpft für ein besseres Teilhabegesetz

im Herbst wird im Bundestag und im Bundesrat über das Bundesteilhabegesetz beraten. Dieses Gesetz ist für uns behinderte Menschen von zentraler Bedeutung, weil es über unsere künftigen Lebensbedingungen entscheidet. Blinde und sehbehinderte Menschen haben besonders große Mehraufwendungen, um ihren Alltag selbstständig und vor allem selbstbestimmt meistern zu können. Der vorliegende Regierungsentwurf vom 28.06.2016 sieht gerade für uns blinde und sehbehinderte Menschen jedoch keine Verbesserungen vor, sondern ganz im Gegenteil: Wir müssen mit deutlichen Nachteilen durch das Gesetz rechnen.

Das Gesetz wird großen Einfluss auf das Leben behinderter Menschen in Deutschland haben. Deshalb hat sich auch der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. damit befasst und in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten des Landes Baden-Württemberg dringende Änderungen des vorliegenden Entwurfs gefordert:

  1. Die im Sozialhilferecht geregelte Blindenhilfe gem. § 72 SGB XII darf nicht zu einer Teilhabeleistung zweiter Klasse werden. Die Verbesserungen bei der Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen, wie sie für die Eingliederungshilfe vorgesehen sind, müssen auch für die Blindenhilfe gelten.
  2. Der Zugang zu Leistungen der Eingliederungshilfe darf nicht erschwert werden; insbesondere dürfen Neuregelungen nicht zum Ausschluss sehbehinderter Menschen führen.
  3. Im gesellschaftlich zentralen Bereich der Bildung darf es keine Rückschritte geben, sondern im Gegenteil sind Weiterentwicklungen hier besonders wichtig.

Die unabhängige Teilhabeberatung muss barrierefrei und spezialisiert mit überregionalen Angeboten auch für blinde und sehbehinderte sowie taubblinde Menschen zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus unterstützt der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. den Aufruf "Nachbesserung jetzt!" des breiten Verbändebündnisses von Deutschem Behindertenrat, Fach- und Wohlfahrtsverbänden sowie DGB - siehe: http://www.deutscher-behindertenrat.de/ID185326.

Weitere Informationen unter http://teilhabegesetz.dbsv.org

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. kämpft für ein besseres Teilhabegesetz

Freiburg, 23.08.2016

Das Bundesteilhabegesetz ist das zentrale behindertenpolitische Projekt der laufenden Legislaturperiode. Im Herbst soll es das parlamentarische Verfahren durchlaufen, damit die erste Stufe planmäßig am 1. Januar 2017 in Kraft treten kann.

Das Gesetz wird großen Einfluss auf das Leben behinderter Menschen in Deutschland haben. Deshalb hat sich auch der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. damit befasst und in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten des Landes Baden-Württemberg dringende Änderungen des vorliegenden Entwurfs gefordert:

  1. Die im Sozialhilferecht geregelte Blindenhilfe gem. § 72 SGB XII darf nicht zu einer Teilhabeleistung zweiter Klasse werden. Die Verbesserungen bei der Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen, wie sie für die Eingliederungshilfe vorgesehen sind, müssen auch für die Blindenhilfe gelten.
  2. Der Zugang zu Leistungen der Eingliederungshilfe darf nicht erschwert werden; insbesondere dürfen Neuregelungen nicht zum Ausschluss sehbehinderter Menschen führen.
  3. Im gesellschaftlich zentralen Bereich der Bildung darf es keine Rückschritte geben, sondern im Gegenteil sind Weiterentwicklungen hier besonders wichtig.
  4. Die unabhängige Teilhabeberatung muss barrierefrei und spezialisiert mit überregionalen Angeboten auch für blinde und sehbehinderte sowie taubblinde Menschen zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus unterstützt der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. den Aufruf "Nachbesserung jetzt!" des breiten Verbändebündnisses von Deutschem Behindertenrat, Fach- und Wohlfahrtsverbänden sowie DGB - siehe: http://www.deutscher-behindertenrat.de/ID185326.

Weitere Informationen unter http://teilhabegesetz.dbsv.org

Gern mailen wir Ihnen Pressebilder zu Blindheit und Sehbehinderung.

Ansprechpartner:
Mischa Knebel
Tel.: 0761/36122
E-MAIL: knebel@bsvsb.org

Blindenware und Haustürgeschäfte
Logo Blindenware und Haustürgeschäfte

Liebe Leserinnen und Leser,

manch einer von Ihnen wurde gerade in letzter Zeit an seiner Haustür von einem Warenvertreter aufgefordert, Bürsten, Pinsel, Handtücher oder Kerzen zu kaufen, die von einer Blindenwerkstätte produziert worden sind. Auch wurde in den vergangenen Monaten vermehrt um Geld gebettelt, das angeblich für das Blindenheim Freiburg oder den Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. verwendet wird. Auch werden sehr häufig Telefonwerbungen im Auftrag einer angeblichen Blindenwerkstätte gemacht, in denen Blindenware angeboten wird.

Wir als Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. möchten in diesem Zeitungsartikel einmal grundlegend aufzählen, wie Sie es unterscheiden können, ob der Vertreter an der Haustür wirklich von einer Blindenwerkstätte entsendet wird oder ob sich hier jemand auf Kosten blinder und sehbehinderter Handwerker selbst bereichern will.

Was müssen Sie beachten?

  1. Generell gilt (auch bei einem Vertreter einer Blindenwerkstätte): Vorsicht bei Haustürgeschäften! Lassen Sie sich nicht auf ein direktes Geschäft ein. Lassen Sie sich von dem Vertreter einen Warenkatalog geben. Später können Sie dann in Ruhe den Katalog durchlesen. Keine direkten Geschäfte an der Tür!!
  1. Blindenware wird nur über Bestellung verschickt. Ein Vertreter, der direkt eine Bürste oder Wäscheklammern verkaufen möchte, ist ein Betrüger. Auf den Verkauf von Ware - einzig und allein aus dem Katalog - hat sich der Verband anerkannter Blindenwerkstätten Deutschlands festgelegt.
  1. Im Auftrag einer Blindenwerkstätte wird niemals an der Haustür um Geld gebettelt. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. versendet einmal jährlich, am 15. Oktober, dem bundesweiten "Tag des weißen Stockes" in ausgewählten Städten in Südbaden einen Rundbrief, in dem wir unsere aktuellen Projekte beschreiben und um eine finanzielle Unterstützung bitten.
  1. Der Landesblinden- und Sehbehindertenverband Baden-Württemberg sowie der Badische Blinden und Sehbehindertenverein V.m.K. und auch der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. betreiben keine eigenen Werkstätten. Auch das Blindenheim Freiburg betreibt keine eigene Werkstätte. Wenn ein Warenvertreter an Ihrer Tür behauptet, er käme vom Blindenverband, dann stimmt das nicht.
  1. Lassen Sie sich von dem Vertreter in jedem Falle den so genannten Blindenwarenvertriebsausweis an Ihrer Haustür vorzeigen. Der Ausweis muss das oben aufgeführte Symbol beinhalten. Ferner muss die Anschrift des Vertreters und sein voller Vor- und Zuname im Ausweis verzeichnet sein. Zudem muss der Ausweis durch den Verband für das Blindenhandwerk abgestempelt sein. Der Vertreter muss diesen Ausweis immer mit sich führen, wenn er im Auftrag einer anerkannten Blindenwerkstätte unterwegs ist.
  1. Rufen Sie, bevor Sie eine Bestellung durchführen, unter der Telefonnummer an, die auf dem Blindenwarenvertriebsausweis oder im Warenkatalog steht. Nennen Sie dort den Vor- und Zunamen des Ausweisinhabers und erkundigen sich danach, ob diese Person wirklich für die Blindenwerkstätte tätig ist. Auch bei Blindenwerkstätten gelten die üblichen Bestimmungen des Handelsrechtes: Erst ein Angebot einholen, dann die Ware bestellen. Erst nach Eingang einer Rechnung bezahlen ... und natürlich haben Sie auch ein kostenloses Rückgaberecht.
  1. Blindenware ist Handwerksarbeit. Deshalb sind die Produkte teurer, als die Angebote von Discountern. Teuer bedeutet jedoch nicht bodenlos teuer. In der Regel kostet eine Bürste, ein Pinsel oder ein selbst von blinden Menschen gewebtes Handtuch dreimal so viel wie ein Handtuch im Fünferpack bei einem Discounter. Sollten Ihnen die Waren zu überaus hohen Preisen angeboten werden, ist Vorsicht geboten.
  1. Besonders bei telefonischen Werbeanrufen gilt: Derartige, vom Angerufenen nicht ausdrücklich genehmigte Anrufe werden in Deutschland durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb untersagt. Bei Missbrauch oder Zuwiderhandlung ist seit dem 4. August 2009 ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro möglich.

Zusammenfassend gilt: Der Blinden und Sehbehindertenverein aus Ihrer Region Südbaden und das Blindenheim Freiburg haben keine Werkstätten. Wir betreiben keine Haustürgeschäfte und keine Telefonwerbung.

Über die Arbeit des Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. können Sie sich gerne informieren bei der Beratungs- und Informationsstelle des Vereins in Freiburg unter Telefon: 0761/36122 und im Internet unter: www.bsvsb.org.

Über die Aufgaben und die Arbeit des Blindenheim Freiburg können Sie sich gleichfalls informieren unter Telefon: 0761/20706-0 oder im Internet unter: www.blindenheim-freiburg.de.

Wir danken Ihnen für Ihre Solidarität mit unserem Personenkreis und für Ihre Aufmerksamkeit.

Verband setzt sich für Verbesserungen ein

BT vom 09. Dezember 2014

Weihnachtsfeier der Bezirksgruppe Mittelbaden der Sehbehinderten und Blinden

Baden-Baden (vgk) - Für mehr Mut der Sehbehinderten, sich dem Sehbehinderten- und Blindenverein Südbaden, Bezirksgruppe Mittelbaden, anzuschließen, plädierte am Sonntagnachmittag bei einer adventlichen Feier der Bezirksgruppenleiter Mittelbaden, Hans Kühn. Er strich im Redeverlauf nicht nur die Vorteile der Selbsthilfeorganisation bezüglich der Hilfsmittelversorgung und den Hilfen aus der Gruppe für den Betroffenen heraus, sondern auch die Bereitschaft des Verbands , sich in die Planungen für weitere Verbesserungen im öffentlichen Raum, für die Sehbehinderten und Blinden, unten anderem am "Runden Tisch" des Amts für Soziales und Familie, angesiedelt beim Landratsamt Rastatt, einzubringen.

Behindertenspezifische Informationen, Terminvorschau, Geselligkeit und eine adventliche Feier erwarteten die Besucher. Umrahmt wurde das vorweihnachtliche Zusammensein mit weihnachtlichen Weisen vom "s'Chörle" unter der Leitung von Wilma Koch aus Haueneberstein. Am Klavier begleitete Bruno Schneider die Sängerinnen.

Seit 65 Jahren pflegen der BSV und die Stadt Baden-Baden die gemeinsame Tradition jährlicher Zusammenkünfte im Stadtgebiet. Oberbürgermeisterin Margret Mergen bekräftigte, die bisher gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Verein und Verwaltung weiterführen zu wollen. Vieles sei in der Kurstadt zugunsten der blinden und sehbehinderten Menschen bereits getan worden. Weiteres solle in Angriff genommen werden. Deshalb stellte Mergen die Frage: "Wie können wir helfen, dass Sie sich in der Stadt wohlfühlen und selbstbestimmt bewegen können?" Sie ermunterte die Gemeinschaft, offen anzusprechen, wo es in Baden-Baden klemme.

Auch Landrat Jürgen Bäuerle signalisierte seine grundsätzliche Bereitschaft, sich für die Belange der blinden und sehbehinderten Menschen einzusetzen. Er lobte die Bereitwilligkeit der Gemeinschaft und deren Vorsitzenden Hans Kühn, sich mit Tipps und Rat wie beim Selbsthilfetag oder am "Runden Tisch" im Landratsamt einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, wie auch allen Betroffenen zu zeigen, dass sie mit ihrer Behinderung nicht alleine sind.

Die Grüße des Gesamtverbands Südbaden überbrachte dessen stellvertretender Vorsitzender Hans-Georg Fischer. Er stellte, zusammen mit Kühn, die neuesten Hilfsmittel vor. Diese kommen durchweg aus dem elektronischen Bereich wie das Kartenlesegerät mit Sprachausgabe für Home-Banking oder ein Tablet-Computer, der ausgelegt ist für das Herunterladen elektronischer Bücher aus dem Internet.

Besuch kann ins Auge gehen

Sonderschauen auf der Südwest-Messe Sonderschauen bei der SüdwestMesse: Die Themen „Blindheit und Sehbehinderung“ sowie „Behindertensport“ stehen in Halle B im Fokus und präsentieren sich als Plattform zur vorurteilsfreien Begegnung. Damit sollen Brücken geschlagen werden.

Villingen-Schwenningen. Bereits im vergangenen Jahr ermöglichte der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden (BSVSB) Sehenden das Kennenlernen der Welt der Blinden. Ausgerüstet mit Blindenstöcken tappten interessierte Messebesucher mit Augenbinde durch einen Parcours und lernten so, wie man sich in der ungewohnten „Dunkelheit“ zurechtfindet. Zudem gab es Informationen über jede Menge praktische und unabdingbare Alltagshilfen sowie die vielen Formen der Sehbehinderungen, die durch Krankheiten oder im Alter jeden treffen können. Und weil die Ausstellung großes Besucherinteresse auslöste, ist der BSVSB auch in diesem Jahr wieder dabei. Unter dem Motto „Blindheit und Sehbehinderung geht uns alle an“ lädt der Verein zum Dialog. Mit einem breitgefächerten und anschaulichen Mitmach-Angebot werden die Fachleute informieren, wie ein Leben mit Blindheit oder Sehbehinderung funktioniert. Ein weiteres Ziel ist es, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, für all jene, die nicht gut oder gar nichts sehen können, die Augen aufzuhalten. „Wenn wir uns bewusst machen, dass jeder vierte über 65-Jährige von einer altersabhängigen Sehbehinderung betroffen ist und jeder Zweite zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr an der Linsentrübung namens „grauer Star“ erkrankt, dann geht uns das Thema alle an“, zeigen die Verantwortlichen die Tragweite auf.

Im Rahmen der Sonderschau lädt erstmals ein riesiges, begehbares Augenmodell zum interaktiven Kennenlernen der Anatomie ein. Das Interesse geht hier sprichwörtlich ins Auge, und wer drin ist, der erfährt mehr – über den Aufbau und die Funktion dieses wichtigen Sinnesorgans. Und auch wer mehr über Blindenführhunde wissen möchte, ist genau richtig in Messehalle B. Die Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde in Allschwil hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Partner auf vier Pfoten zu züchten, auszubilden, bei blinden Menschen einzuarbeiten und die Hunde lebenslang zu betreuen. Ebenfalls in direkter Nachbarschaft befindet sich eine Sonderschau des Badischen Behinderten-und Rehabilitationssportverbandes (BBS).

Der Fachverband ist für den gesamten Behindertensport in Baden verantwortlich und hat sich zum Ziel gesetzt, jedem Menschen mit Behinderung oder Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ein adäquates sportliches Angebot zu machen. Wenn Dribblings und Passkombinationen zu sehen sind, dann wird gerade Rollstuhlbasketball gespielt. Aber auch Bogenschießen, Biathlon, Blindentorball und Rollstuhlrugby stehen auf dem sportlichen Plan. eb

Vielfalt als Wettbewerbsvorteil

Beim ersten „Tag der Vielfalt“ der Universität Freiburg steht das Thema Behinderung/chronische Krankheit im Mittelpunkt.
Freiburg, 16.07.2012

„Die Albert-Ludwigs-Universität lebt von der Vielfalt der Menschen, die an ihr lehren, lernen und forschen“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg. „Mit der Unterzeichnung der ‚Charta der Vielfalt’ im Jahr 2009 haben wir das Bekenntnis zu einer Organisationskultur bekräftigt, in der individuelle und kulturelle Unterschiede der Beschäftigten und Studierenden als Bereicherung in Forschung und Lehre verstanden werden.“ Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sind Geschlecht, Rasse oder ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung/ chronische Krankheit, Alter und sexuelle Identität die zentralen Dimensionen der Vielfalt. Ziel der Universität Freiburg ist die Gleichstellung im Sinne einer Gleichheit in der Vielfalt: „Die Pluralität der Lebensentwürfe, die verschiedenen intellektuellen, kulturellen und sozialen Hintergründe der Studierenden und Beschäftigten sowie die Vielfalt in Handeln und Denken sind die Voraussetzung dafür, dass die Universität all ihre Potenziale für die zukünftige Entwicklung ausschöpfen kann.“

Dieser Themenkomplex hat mit dem 2007 gewählten Rektorat eine zentrale strategische Bedeutung erhalten. „Die Förderung von Vielfalt ist für uns ein Ziel an sich und ein Wettbewerbsvorteil zugleich. Daher hat die Universität Freiburg ihre Arbeit im Bereich Gleichstellung und Vielfalt grundlegend umgebaut“, sagt Vizerektor Prof. Dr. Heiner Schanz, dem das Feld zugeordnet ist. „Wir haben ein neues Managementkonzept eingeführt, das alle relevanten Einrichtungen, Aufgaben und Maßnahmen integriert, und das Thema Gleichstellung um das Thema Vielfalt erweitert.“

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Universität derzeit der Dimension „Behinderung/chronische Krankheit“, von der etwa 160 Mitarbeitende und schätzungsweise 1.800 Studierende betroffen sind. 2010 hat sie den Arbeitskreis Barrierefreiheit gegründet, in dem interne Expertinnen und Experten zum Thema „Behinderung“ unter dem Vorsitz des Vizerektors zusammenkommen. Zudem hat die Albert-Ludwigs-Universität das Projekt „Internetportal Barrierefreiheit“ gestartet, um die universitären Gebäude im Hinblick auf Barrierefreiheit zu erfassen und die Informationen auf den Internetseiten der Universität zielgruppenspezifisch aufzubereiten. Damit sollen Sehbehinderte und Mobilitätseingeschränkte die Möglichkeit erhalten, sich den passenden Weg in und durch die Gebäude zu suchen.

Um Beschäftigte und Studierende für die Thematik weiter zu sensibilisieren, veranstaltet die Albert-Ludwigs-Universität in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Freiburg heute ihren ersten „Tag der Vielfalt“. Die Veranstaltung widmet sich in diesem Jahr ebenfalls der Dimension „Behinderung/chronische Krankheit“. Im Mittelpunkt stehen die Sensibilisierung und Schulung von Mitgliedern der Hochschule im Hinblick auf einen barrierefreien Zugang zu universitären Gebäuden, Räumen, Services und zum Lehrbetrieb. Die Schulung erfolgt im Rahmen des internen Fort- und Weiterbildungsprogramms und soll insbesondere Mitarbeitende des Hausdiensts und der Studienorganisation erreichen, da diese regelmäßig mit Studierenden mit Behinderung oder chronischen Krankheiten Kontakt haben.

Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung an die gesamte universitäre Öffentlichkeit. Ein Parcours mit drei Stationen zu den Themen Sehbehinderung, Hörbehinderung und Mobilitätseinschränkung macht Handicaps und Barrieren im Hochschulalltag für alle erlebbar – unter anderem mit Augenbinden, Hörsimulationen und Rollstühlen. Die vierte Station ist ein Infostand, an dem sich die Ansprechpartner der Universität und des Studentenwerks vorstellen. An jeder Station berichten betroffene Studierende und Beschäftigte von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen. Das Programm schließt mit einem internen runden Tisch zum Thema „Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden – Möglichkeiten und Grenzen“.

Bildunterschrift:
Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg, absolviert die Station zum Thema Mobilitätseinschränkung im Rahmen des Parcours zur Selbsterfahrung von Handicaps im Hochschulalltag. Angeleitet wird er von Mark Pape, Psychologiestudent im 2. Semester / Fotograf: Thomas Kunz


Weitere Informationen:
www.vielfalt.uni-freiburg.de

Kontakt:
Susanne Wenzel
Stabsstelle Gender and Diversity
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-4432
E-Mail: susanne.wenzel@zv.uni-freiburg.de

"Tag der Vielfalt" an der Uni Freiburg

Freiburg / Breisgau, 16.07.2012

FREIBURG Im Mittelpunkt stand das Thema "Behinderung und chronische Krankheit"

Die Freiburger Albert-Ludwig-Universität hat heute zusammen mit dem Studentenwerk ihren ersten "Tag der Vielfalt" veranstaltet. Dabei stand das Thema "Behinderung und chronische Krankheit" im Mittelpunkt. Ziel ist, laut Rektor Hans-Jochen-Schiewer, die Gleichstellung im Sinne einer Gleichheit in der Vielfalt. Es geht darum Mitglieder der Hochschule zu sensibilisieren und Schulungen anzubieten, im Hinblick auf einen barrierefreien Zugang zu Gebäuden, Räumen und Services der Universität. Etwa 160 Mitarbeiter und 1.800 Studierende sind von Behinderung und chronischer Krankheit betroffen.

Studieren mit Behinderung
Perspektivwechsel am Tag der Vielfalt

Wie kommen Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke an der Universität zurecht und was kann man für sie tun? Beim ersten "Tag der Vielfalt" an der Freiburger Universität konnte das jeder mal mit Selbstversuchen in Erfahrung bringen. 

Der Rektor der Universität, Professor Hans-Jochen Schiewer, machte selbst den Test: Er legte den Weg von einem oberen Stockwerk bis in den Hof zwischen den Kollegiengebäuden im Rollstuhl zurück. Und bekam gleich Probleme mit den Türen, denn die haben keine elektrische Türöffner.

Neue Gebäude würden heute behindertengerecht gebaut, so Schiewer, für alte gebe es einen bestimmten Geldbetrag zum Umbauen. Doch die Verbesserungen kämen erst allmählich. Ein Studierender im Rollstuhl berichtete, ihm werde zwar oft Hilfe angeboten, doch die sei gar nicht immer notwendig. Häufig fühle er sich auch bevormundet.

Einige der Hörsäle der Universität sind bereits mit Induktionsanlagen ausgestattet, die Menschen mit Hörgeräten besseres Hören ermöglichen. Rund acht Prozent der Bevölkerung haben Behinderungen oder sind chronisch krank. Übertragen auf die Universität wären es demnach rund 1.800 unter den Studenten und 160 unter den Angestellten.

Die Albert-Ludwigs-Universität hat 2009 die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Danach werden Menschen mit Behinderungen als Bereicherung betrachtet, ebenso wie die verschiedenen Geschlechter, unterschiedliche religiöse oder sexuelle Orientierung, Rasse, Herkunft oder Weltanschauung.

Quelle: SWR.de - Nachrichten 

Südwestmesse 2012 - wieder ein voller Erfolg

In diesem Jahr fand vom 2. bis zum 10. Juni 2012 die Südwestmesse in Villingen-Schwenningen statt. Täglich öffnete die Messe ihre Pforten von 9 bis 18 Uhr.

Unter dem Motto "Blindheit / Sehbehinderung - geht uns alle an" präsentierte sich in diesem Jahr zum zweiten Male der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. mit einer Sonderschau zum Dialog mit sehenden oder seheingeschränkten Messebesucher/innen. Auf insgesamt 235 qm präsentierten wir uns mit einem umfangreichen Angebot von aktuellen Beratungs- und Dienstleistungen.

Getreu unserem diesjährigen Motto reichte das Angebot von der Präsentation aktueller Hilfsmittel durch einschlägige Firmen, über die Präsentation und Vorführung praktischer und unabdingbarer Alltagshilfen bis hin zu der Vorstellung des traditionellen Blindenhandwerkes.

Gesellschaftsspiele für Sehgeschädigte wurden ebenfalls vorgestellt und, wer wollte, konnte sich mit unseren ehrenamtlichen Helfern gemeinsam in Skat, Schach, Dame oder beim "Vier gewinnt" messen.

Unsere Küchenhelfer stellten den Messebesuchern wiederum die Frage: "Kochen ohne Augenlicht? Warum nicht!" Die Ergebnisse konnten sich durch zahlreiche Gaumenfreuden sehen, oder besser gesagt schmecken lassen.

Ein "Blindenparcours" vermittelte Interessierten unmittelbare Alltagseindrücke blinder oder stark sehbehinderter Fußgänger. Wer sich in eine Alltagssituation hinein versetzen wollte, konnte unter fachkundiger Anleitung mit Blindenlangstock und Simulationsbrille den Parcours durchlaufen. Großen Wert legten wir dabei auf unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten. Wird durch die Wahrnehmung des Bodens mit dem Stock oder den Füßen doch eine Vielzahl von Informationen vermittelt, die für einen Fußgänger mit Seheinschränkung von großer Wichtigkeit sind.

In diesem Jahr machten wir erstmalig mit einem ganz besonderen Angebot auf die verschiedenen Ursachen von Blindheit und Sehbehinderung aufmerksam. Anhand eines begehbaren Augenmodells konnten interessierte Besucher/innen sich einen dreidimensionalen Überblick über Ursachen und Auswirkungen verschiedener Sehbehinderungen, die durch Krankheiten oder im Alter jeden treffen können, verschaffen.

Das Augenmodell wurde auf der Website der Messe mit der Überschrift "Besucher können ins Auge gehen" angekündigt. Der Gang ins Auge wurde von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern unserer Sonderschau praktiziert. Dass es so viele verschiedene Erkrankungen des Auges gäbe und dass die Stadien der Erkrankungen sich in solch unterschiedlichen Arten von Seheinschränkungen auswirken, löste bei sämtlichen Besuchern einerseits großes Erstaunen, andererseits jedoch auch großes Verständnis für die unterschiedlichen Belange unserer Personengruppe aus.

"Verständnis für unterschiedliche Lebensformen wecken und Brücken zur Behinderung schlagen". Diese, in der Presse vorab angekündigte Absicht wurde mit unserer Sonderschau in die Tat umgesetzt.

Unsere Nachbarorganisation - die Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde in Allschwil - informierte am Nachbarstand über die besonderen Vorzüge eines Hilfsmittels auf vier Pfoten.

Mit dem Ergebnis der Messe sind wir auch in diesem Jahr wieder vollauf zufrieden. Wir erreichten zahlreiche Messebesucher/innen, die selbst von einer Augenerkrankung betroffen waren. Nicht betroffene konnten wir durch unsere Angebote davon überzeugen, ihre Augen gegenüber schlecht sehenden Mitbürgern aufzuhalten. Neben der überaus positiven öffentlichkeitswirksamen Außenwirkung können wir als zweites, überaus positives Ergebnis einen starken Zusammenhalt unserer ehrenamtlichen Helfer/innen feststellen. Nur durch den wirklich hohen und engagierten Einsatz von insgesamt 60 Helfern aus unseren eigenen Reihen konnten wir auch in diesem Jahr das Kennenlernen unserer Belange und deren Vermittlung in die Öffentlichkeit transportieren. Bei allen ehrenamtlichen Helfer/innen bedanken wir uns für deren Einsatz zu Gunsten unserer Darstellung auf der diesjährigen Messe.

Mischa Knebel

Anlaufstelle für Augennotfälle

Freiburg – Patienten aus Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen haben jetzt eine zentrale Anlaufstelle bei augenärztlichen Notfällen: Die Augen-Notfallpraxis in den Räumen der Universitäts-Augenklinik (Kilianstraße 5) Freiburg. Dort werden die vertragsärztlichen Augenärzte künftig in Kooperation mit ihren Kollegen der Universitäts-Augenklinik die augenärztliche Notfallversorgung leisten.

Die Praxis ist an Samstagen, Sonn- und Feiertagen rund um die Uhr geöffnet. Werktags ist die Praxis ab 19 Uhr bis morgens 8 Uhr geöffnet, am Mittwoch ist die Notfallpraxis bereits ab 13 Uhr besetzt. „Insbesondere im Notfall müssen Strukturen vorhanden sein, die rasch, unbürokratisch und effektiv die Versorgung der Patienten ermöglichen. Das Modell 'Notfallpraxis am Krankenhaus' erfüllt diese Anforderungen und verbessert die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung“, sagt Johannes Fechner, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW).
Positiv bewertet auch Professor Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Augenklinik die neue Struktur. „Wir freuen uns auf die Kooperation mit den niedergelassenen Augenärzten“. Die Universitäts-Augenklinik stellt Räume, medizinisches Personal und die Infrastruktur zur Verfügung.

Freiburg, Südkurier 02.11.2011

Blind durch Glaukom

Der Grüne Star (Glaukom) bedroht das Sehen, weil der Sehnerv abstirbt. Er kann, wird er früh erkannt, gut behandelt werden. Doch das Tückische ist: Er verläuft lange ohne Symptome; man merkt also nichts davon, bis es für Hilfe zu spät ist. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) informiert:

Beim Glaukom sterben nach und nach die Zellen des Sehnervs ab. Die Ursachen sind vielfältig, oft spielt ein zu hoher Augeninnendruck eine wichtige Rolle. Der Patient hat – von wenigen Ausnahmefällen abgesehen – keine Schmerzen und kann die vom Glaukom verursachten Ausfälle im Gesichtsfeld erst dann erkennen, wenn schon ein großer Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist. Eine Früherkennungs-untersuchung beim Augenarzt ist die einzige Möglichkeit, die Krankheit schon in einem frühen Stadium aufzuspüren und dann erfolgreich zu behandeln.

Unnötige Erblindungen verhindern

Weltweit ist das Glaukom die zweithäufigste Erblindungsursache; in Deutschland ist es der zweithäufigste Grund für den Bezug von Blindengeld. Um unnötige Erblindungen zu verhindern, raten Augenärzte ihren Patienten zur Früherkennung. Nicht nur der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), auch andere Organisationen wie der Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung e.V. informieren seit Jahren über die Chancen moderner Diagnostik und Therapie.

Streit über belegbaren Nutzen

Die gesetzliche Krankenversicherung trägt die Kosten für die Früherkennung jedoch bisher nicht, deshalb dürfen Augenärzte diese Leistung nur als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten.
Der Nutzen des von Augenärzten empfohlenen Glaukom-Screenings wird von Leuten infrage gestellt, die keine augenärztliche Erfahrung haben, also auch keine Erfahrung mit dem Leid der Betroffenen, deren Erblindung bei rechtzeitiger Behandlung hätte verhindert werden können. Dagegen steht die Erfahrung der Augenärzte weltweit, dass die Glaukom-Früherkennungsuntersuchung den meisten Betroffenen das Augenlicht retten kann. Prof. Bertram, BVA-Vorsitzender, verweist auf eine Stellungnahme der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, die ein Glaukom-Screening klar befürwortet (www.dog.org/wp-content/uploads/2009/08/ DOG_Stellungnahme _Glaukomscreening.p8df).

Wem empfehlen Augenärzte eine Glaukom-Früherkennung?

Menschen, deren direkte Verwandte – Eltern, Geschwister – am Glaukom leiden stärker kurzsichtigen Menschen allen Menschen von 40 bis 64Jahren alle drei Jahre allen Menschen ab 65 Jahren alle ein bis zwei Jahre

Was gehört zur Glaukom-Früherkennung?

Der Augenarzt betrachtet durch sein Spezialmikroskop den Sehnervenkopf, (die Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt), um Auffälligkeiten festzustellen. Er kann ein Foto anfertigen, um bei späteren Untersuchungen vergleichen zu können.

Mit der Messung des Augeninnendrucks wird ein wichtiger Risikofaktor für das Glaukom überprüft.

Gibt es Hinweise auf das Vorliegen eines Glaukoms, stehen weitere Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung: Mit der Gesichtsfeld-messung (Perimetrie) wird untersucht, ob bereits blinde Flecken im Gesichtsfeld entstanden sind.

Sinnvoll ist zudem die Messung der Hornhautdicke, die ebenfalls einen Risikofaktor darstellen kann.

High-Tech-Diagnostik wie die Retinatomographie zur dreidimensionalen Vermessung des Sehnervenkopfes, die Messung der Nervenfaser-schichtdicke oder die optische Kohärenztomographie sind vor allem wertvoll für die Verlaufsbeobachtung, um den Erfolg einer Glaukom-behandlung zu kontrollieren.

Wie wird das Glaukom behandelt?

In den meisten Fällen genügt die Behandlung mit Augentropfen, die den Augeninnendruck senken und so den Sehnerv entlasten. Reicht diese Therapie nicht aus, um das Fortschreiten des Glaukoms zu stoppen, besteht die Möglichkeit einer Laserbehandlung oder einer Operation.

Quelle:
BVA und BBSB-Inform

Die Region wird immer Barrierefreier

Beispiele in Höchenschwand und Häusern zeigen, welche Maßnahmen Behinderten und Senioren das Leben leichter machen.

Schwellenlose Gehwege ermöglichen Rollstuhlfahrern das Fortkommen. Foto: Cornelia Liebwein
RAUM ST. BLASIEN. Zahlreiche barrierefreie Wege und Gebäudezugänge im öffentlichen Raum haben Gemeinden der Region, aber auch Ladenbesitzer und Unternehmen in den vergangenen Jahren geschaffen, damit ältere, erkrankte oder behinderte Bürgerinnen und Bürger am öffentlichen Leben teilhaben können. Beispiele, unter anderem in Häusern und Höchenschwand, zeugen davon, wie gut durchdachte bauliche Veränderungen im wahren Sinn des Wortes Türen öffnen können. Als das Landratsamt Waldshut 2009 Gemeinden für eine Studie zum barrierefreien Tourismus suchte, nahmen Höchenschwand, Häusern und Schluchsee daran teil. Die Begehungen der Sachverständigen erfolgten zum Teil gemeinsam mit geh- und sehbehinderten Menschen, die ihre Erfahrungen mitteilten und jeweils Bedürfnisse vermittelten. Damit möglichst viele Menschen ihren Alltag ohne fremde Hilfe selbst gestalten können, hat sich etwa in Häusern vieles verändert. In der Fridolinstraße zum Beispiel wurden Randsteine abgesenkt, damit Rollstuhlfahrer die Wege nutzen können und Sitzbänke wurden erhöht. Der Zugang zum Kurpark ist ohne Schwelle begehbar, das Rathaus ist über den Seiteneingang hindernisfrei zu erreichen und Behindertenplätze wurden eingerichtet. "Immer wieder fallen Kleinigkeiten auf, die Behinderten das Leben leichter machen können", sagt Bürgermeister Thomas Kaiser. Das nächste Projekt steht im kommenden Jahr an. Dann soll die Wittlisberger Kapelle einen schwellenlosen Zugang bekommen.


Auch Höchenschwand ist Barrierefreier geworden. Menschen, die schlecht oder gar nicht sehen können, sind umso mehr aufs Hören angewiesen. Die barrierefrei zu erreichende katholische Bücherei in Höchenschwand bietet für Schwerhörige und Taube Hörbücher an, für Menschen mit einer Sehbehinderung Bücher im Großdruck zum Ausleihen an. Viele Gaststätten und Läden sind hürdenlos zu erreichen oder liefern auf Wunsch die Ware nach Hause. Das katholische Kirchengebäude erweiterte man mit einem Behinderteneingang und der Neubau des Pfarrzentrums wurde von vornherein behindertengerecht angelegt. "Auch der Altbau des Rathauses wird im Rahmen des Dorfsanierungsprogramms in den nächsten ein bis drei Jahren saniert und barrierefrei gestaltet", kündigt Bürgermeister Stefan Dorfmeister an. 

Ein Höchenschwander Bürger, der seit einem Sportunfall querschnittsgelähmt und daher auf einen Rollstuhl angewiesen ist, berichtet, dass er seit dem Umbau des Haus des Gastes und des Einkaufsparadieses Schmidt mit seinem Rollstuhl selbstständig anfahren kann. "Ärgerlich ist es aber, wenn Autofahrer achtlos die Behindertenplätze zuparken und mir das Aussteigen aus meinem Auto damit erschweren oder das Durchkommen an manchen Stellen unmöglich machen." Auch große Schottersteine auf Wanderwegen oder Pflastersteine in Städten bremsen seinen Rollstuhl und behindern ihn beim Fortkommen.

Artikel BZ vom 12.11.2011 Regionalausgabe St. Blasien und Umland

Endlich bundesweit mobil

Seit 1. September 2011 ist die 50-km-Regelung bei Freifahrten entfallen.

Im Zuge des nationalen Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung hat die Deutsche Bahn einer Gesetzesänderung vorgegriffen. Seit 1. September 2011 können freifahrtsberechtigte Menschen mit Behinderung bundesweit alle Nahverkehrszüge benutzen. Die bisher geltende 50-km-Regelung rund um den Wohnort entfällt ersatzlos.
Die gesetzliche Neuregelung des § 147 Abs. 1 Nr. 5 SGB IX ist zum 1. September 2011 in Kraft getreten.

Die wichtigsten Fragen zum Wegfall der 50-km-Regelung und die Antworten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) geben wir nachfolgend wieder: Quelle: www.bmas.de

  1. Was sind die Voraussetzungen der unentgeltlichen Beförderung?

     
    Nach § 145 SGB IX haben schwerbehinderte Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind, Anspruch auf unentgeltliche Beförderung. Das betrifft gehbehinderte, außergewöhnlich gehbehinderte, hilflose, gehörlose und blinde Menschen (Merkzeichen G, aG, H, Gl und Bl). Voraussetzung ist wie bisher eine gültige Wertmarke, die beim Versorgungsamt für 60 € pro Jahr (oder 30 € halbjährlich) erhältlich ist. Bezieher von Grundsicherung, blinde und hilflose Menschen erhalten die Wertmarke kostenlos.
  2. Was ändert sich durch die Neuregelung?

     
    Alle Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn können künftig bundesweit ohne zusätzlichen Fahrschein mit dem grün-orangen Schwerbehindertenausweis und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke genutzt werden. Auch außerhalb von Verkehrsverbünden ist die Beförderung nicht mehr auf den Umkreis von 50 km um den Wohnort beschränkt.
  3. Gültigkeit der unentgeltlichen Beförderung auch bei nichtbundeseigenen Eisenbahnen?

     
    Schwerbehinderte Menschen werden, unabhängig vom Wohnort oder Streckenverzeichnis, in Zügen von nichtbundeseigenen Eisenbahnen unentgeltlich befördert.
  4. Erfolgt eine Anpassung des SGB IX?

     
    § 147 Abs. 1 Nr. 5 SGB IX wird entsprechend geändert. Die Änderung ist in Vorbereitung.
  5. Ist auch eine Nutzung von Fernverkehrszügen mit Schwerbehindertenausweis und gültiger Wertmarke möglich?

     
    Nein, auch künftig soll die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen als Nachteilsausgleich auf Züge des Nahverkehrs beschränkt bleiben (Ausnahme siehe Frage 10 und 11).
  6. Mitfahrerregelung

     
    Die Mitfahrerregelungen bleiben unverändert bestehen.
  7. Ist eine Nutzung /ein Übergang in die 1. Klasse möglich?

     
    Nein.
  8. Erfolgt eine Anpassung der Beförderungsbedingungen in der Deutschen Bahn ?

     
    Ja, diese ist erfolgt.
  9. Findet die Freifahrt bei grenzüberschreitenden Linien bis zum letzten Halt oder bis zum Grenztarifpunkt statt?

     
    Diese findet bis zum Grenztarifpunkt statt.
  10. Die Intercity-Strecke Rostock-Stralsund und Halle-Nordhausen sind für Fahrkarten des Nahverkehrs freigegeben, gilt dies auch für Schwerbehindertenausweise (bislang im Rahmen des Streckenverzeichnisses möglich)?

     
    Ja, die Freigabe gilt auch für Inhaber des grün-orangen Schwerbehindertenausweises.
  11. Wie ist die Regelung, wenn aufgrund von Bauarbeiten Fernverkehrszüge für Nahverkehrsfahrausweise oder Monatskarten freigegeben sind?

     
    Dann können diese Züge ebenfalls von Inhabern des Ausweises genutzt werden.
DBSV-Jubiläum in Freiburg - Blinden- und Sehbehindertenverband feiert runden Geburtstag

Mischa Knebel ist Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Südbaden

Es gab Zeiten, da waren blinde und sehbehinderte Menschen höchst eingeschränkt. Sie lebten als Bettler am Rande der Gesellschaft oder wurden von ihren Angehörigen irgendwie mitgetragen. Erst vor etwas mehr als einem Jahrhundert konnten sie anfangen, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Das schlug sich 1912 in der Gründung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands nieder. Kurz vor dem Jubiläumsjahr feiert der Verband vom 20.10. bis 22.10.2011mit geladenen Gästen seinen Geburtstag im Kolpinghotel in Freiburg.
Ohne Louis Braille wäre vieles nicht in Gang gekommen. Der Franzose entwickelte die Braille- oder Blindenschrift, 1810 eröffnete dann in Berlin die erste Blindenschule in Deutschland, bilanziert Mischa Knebel, Geschäftsführer beim Blinden- und Sehbehindertenverband Südbaden. Plötzlich waren Blinde und Sehbehinderte nicht mehr von Bildung ausgeschlossen. Nun begannen sie, sich zu organisieren: 1876 gründete sich in Berlin der erste deutsche Blindenverband. 1899 entstand der Badische Blinden- und Sehbehindertenverein, der sich 1948 in zwei Gruppen spaltete. Denn in der Nachkriegszeit lag Nordbaden in der amerikanischen Besatzungszone, Südbaden in der französischen, und zonenübergreifende Vereine waren verboten. Darum machte sich der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden selbständig, sein Sitz ist in Freiburg in der Wölflinstraße in Herdern. Zurzeit teilen sich dort fünf Mitarbeiter viereinhalb Vollzeitstellen, sie beraten, unterstützen und verkaufen zahlreiche Hilfsmittel von sprechenden Uhren und Fieberthermometern bis zu Weltkugeln zum Abtasten. Durchschnittlich melden sich jede Woche drei neu Erblindete.

Der Dachverband der Landesvereine auf Bundesebene entstand erst 1912, wie damals üblich richtete er sich offiziell nur an Blinde. Sehbehinderte Menschen tauchen im Namen erst seit den 1990-er Jahren auf, obwohl sie zahlenmäßig weit in der Überzahl sind: Mischa Knebel schätzt sie in Freiburg auf 3000 im Vergleich zu rund 500 blinden Menschen, in Deutschland leben eine Million Sehbehinderte und 160.000 Blinde.
Im vergangenen Jahrhundert hat sich viel verändert, die technischen Entwicklungen machen es einerseits immer einfacher, an der Gesellschaft teilzuhaben. Doch in den vergangenen Jahren spitzt sich die Situation trotzdem wieder zu, beobachtet Mischa Knebel. Krankenkassen ziehen sich zunehmend aus der Finanzierung nötiger Hilfsmittel zurück, Sehbehinderte müssen Lupen zu zwei Dritteln selbst bezahlen, Blinde sich an Blindenstöcken beteiligen.
Wer Hilfe im Haushalt oder beim Einkaufen braucht, muss alles selbst aufbringen. Außerdem sind früher gängige Berufe – wie Telefonist, Masseur oder Korb- und Bürstenmacher – weggebrochen, ohne dass der Einstieg in andere Berufsfelder großflächig gelang.
Möglich wäre er durchaus, das beweisen blinde Verwaltungsangestellte, Homepage-Gestalter oder Datenverarbeitungsexperten. Doch Mischa Knebel beobachtet, dass seit den Hartz-Gesetzen in den meisten Arbeitsagenturen nicht mehr wie früher der Grundsatz gilt: Berufliche Reha vor Rente. Schon Mitte 30-Jährige würden oft in die Erwerbsminderungsrente gedrängt, um keine Umschulung finanzieren zu müssen. In Freiburg sei das dank guter Verbindungen zur Reha-Abteilung der Arbeitsagentur zwar anders, doch er hat stets ganz Südbaden im Blick und hofft auf ein Umdenken.

Quelle: Badische Zeitung vom 15.10.2011

Resolution

Ausschluss blinder und sehbehinderter Personen bei „Fahrgeschäften“ in Vergnügungsparks

Den generellen Ausschluss blinder und sehbehinderter Menschen von Fahrgeschäften auf-grund der vorliegenden Behinderung erachtet der Verwaltungsrat als Diskriminierung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.

Für derartige Maßnahmen besteht kein sachlicher Rechtfertigungsgrund. Blinde und sehbe-hinderte Menschen werden hierdurch in ihrer selbstbestimmten Lebensführung unzumutbar beeinträchtigt.

Schausteller und Betreiber werden aufgefordert, diese restriktive Haltung aufzugeben und blinden und sehbehinderten Menschen den gleichberechtigten

Zugang zu Fahrgeschäften zu ermöglichen. Für Gespräche – auch mit dem Technischen Überwachungsverein – steht der DBSV als Ansprechpartner zur Verfügung.

Einstimmig verabschiedet durch den DBSV-Verwaltungsrat am 21.10.2011 in Freiburg