Bericht vom 18.07.2025, Kehler Zeitung, Willstätt
Begehung 1 in Willstätt
Wie geht es Sehbehinderten?
Mit der ersten von zwei Begehungen wurde am Mittwoch der Fußverkehrs-
Check fortgesetzt. Dabei wurde der Ortsteil Willstätt eingehend unter die Lupe genommen.
Mit dem Workshop im Begegnungszentrum „Treffpunkt“ in Willstätt startete vergangene Woche der Fußverkehrs-Check. Dabei wurde das Prozedere erläutert und der weitere „Fahrplan“ abgesteckt. Am Mittwoch stand nun die erste von zwei Begehungen auf dem Plan. Unter Leitung von Johannes Lensch und Teresa Habura vom Fachbüro Planersocietät Karlsruhe nahmen sich die Teilnehmer den Kernort Willstätt vor. Aufbauend auf den Begehungen, die in den letzten Monaten in allen Ortsteilen stattgefunden hatten, waren im Workshop Schwerpunkte festgelegt worden, die nun vor Ort besichtigt wurden.
„Der Fußverkehr ist die einfachste Art sich fortzubewegen“, so Bürgermeister Tobias Polley.
„Es ist besser, sich vor Ort einen Eindruck über mögliche Probleme zu verschaffen als am grünen Tisch.“ Willstätt und Legelshurst seien deshalb für die Begehungen ausgewählt worden, weil es in diesen beiden Ortsteilen die meisten Schwerpunkte gebe.
„Wir sind noch am Sammeln, was ist gut und was ist schlecht beim Fußverkehr in Willstätt, so Johannes Lensch. Wichtig sei, dass auch Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, und Menschen mit Sehbehinderung bei diesen Terminen dabei sind, um von ihnen aus erster Hand zu erfahren, wo im Alltag der Schuh drückt“. So konnten die Teilnehmer der Tour durch Willstätt sich mittels einer Brille in die Lage von Menschen mit Sehbehinderung
versetzen und einen Eindruck bekommen, was diese Menschen sehen – beziehungsweise nicht sehen.
Von der Hanauerland-Halle ging es vorbei am Storchenturm zum Rappenplatz, dann weiter entlang der Hauptstraße und der Sandgasse. Die gesammelten Daten werden in den kommenden Wochen von den Experten der Planersocietät aufbereitet.
STICHWORT
Wie geht's weiter?
Am kommenden Donnerstag, 24. Juli, ist die zweite Begehung in Legelshurst terminiert. Start ist um 18 Uhr bei der Kita „Zwergenhaus“. Jeder, der Interesse
hat, kann teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Voraussichtlich im Herbst wird es eine Abschlussveranstaltung geben, bei der Vorschläge zur Verbesserung der Fußwege vorgestellt werden.