Direkt zur Suche springen Direkt zur Navigation springen Direkt zum Inhalt springen Direkt zur Fußzeile springen

Blinde und Sehbehinderte am Mindelsee

Bund für Umwelt und Naturschutz mit einer akustischen und taktilen Exkursion

Von Bernd Witteriede, Schwäbische 11.09.2025

Am Samstag, den 06.09. trafen sich auf Einladung des Bund für Umwelt und Naturschutz Blinde und Sehbehinderte in den Ausstellungsräumen am Mindelsee bei Radolfzell-Möggingen.

Konzipiert wurde die Veranstaltung speziell für Sehbehinderte, die durch Selbsterleben mit Tastmodellen und Geschmackserlebnissen auf die Behinderung einging.

Nach einer kurzen Einleitung in den Ausstellungsräumen ging es hinaus an den Mindelsee. Das angenehme Wetter machte den Spaziergang zu einem Vergnügen. Christopher, der Veranstaltungsleiter, machte es durch Rätselraten von Tiergeräuschen über Lautsprecher richtig spannend.

An verschiedenen Stellen erklärte er die Umgebung mit seinen Pflanzen und den Lebensraum der darin beheimateten Tiere. So legte er dar, wie wertvoll Streuobstwiesen für die Natur als Lebensraum für allerlei Insektenarten sind und wieviel Arbeit es bedeutet, damit die Tümpel rund um den Mindelsee nicht verlanden.

Zurück in der Ausstellung bekam man durch Fußabdrücke gezeigt, was der Unterschied von einem Wasservogel z. B. Ente zu einem Storch ist. Erstaunlich auch war der Größenunterschied der Eier von Huhn über Ente bis zur Gans.

Besonders schön war es einmal ein Fell von einem Feldhasen, einem Fuchs und einem Biber zu ertasten. Die Modelle von abgenagten Baumstümpfen durch die Biber versetzten die 14 Teilnehmer durch den enormen Durchmesser in Staunen.

Die Veranstaltung ging nach rund zwei Stunden wieder zu Ende und war so vielseitig und informativ, dass sie den Blick auf die Natur sehr erweitert hat.