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Das Handy als Auge

Zu Gast bei den Zweitklässlern der Moscherosch-Schule war der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden, um den Schülern den Alltag sehbehinderter Menschen näherzubringen.

Von Günter Ferber

Willstätt-Eckartsweier. Mit dabei beim Besuch des Blinden- und Sehbehindertenvereins Südbaden am Freitag an der "Moscherosch" war Blindenhund Elias, der führt und Kommandos versteht, wie Bezirksgruppenleiter Stefan Rendler erklärte. Die Ausbildung eines Blindenhundes koste rund 30.000 Euro.

Andreas Stiefel erklärte den Kindern, wie eine Ampel für Blinde funktioniert. Töne und Vibrationen ersetzen sichtbaren Zeichen. Anhand eines Eierkartons erklärte Tanja Schmidt das Prinzip der Blindenschrift.

Zudem ist die moderne Technik inzwischen ein wichtiger Begleiter für Menschen mit Sehbehinderung geworden. So erklärt die Foto-App "Be My Eye" den Blinden und Sehbehinderten genau, was im Raum zu sehen ist, sogar die Grimassen der Kinder wurden beschrieben. Um sich in die Lage von Sehbehinderten zu versetzen, sollten die Kinder versuchen, mit Augenbinden ein Toastbrot mit Marmelade zu bestreichen, was sich als gar nicht einfach herausstellte.

Danach ging's auf den Schulhof, wo die Kinder Übungen mit dem Blindenstock machen konnten. Und es wurde ihnen gezeigt, wie man einem Blinden über die Straße helfen kann. Man soll nur keine Scheu haben, hieß es, einen solchen Menschen anzusprechen, um ihm über die Straße zu helfen. Wichtig sei, die Schulter als Berührungspunkt anzubieten, damit er sich orientieren könne.

Rendler dankte der Gemeinde für eine Spende über 150 Euro im Rahmen des Schulbesuchs. Der Verein wird auf Spendenbasis finanziert.