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Antworten der Kandidaten im Wahlkreis 52 - Kehl

Marco Nardini - Landtagskandidat der AfD im Wahlkreis 52 Kehl

Sehr geehrter Herr Schäfers, sehr geehrter Herr Knebel.

Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Zusendung der Anfragen. Mit diesem Thema beschäftigt man sich generell zu wenig in dieser schnelllebigen Zeit. Das Thema Krankheiten schiebt man gerne von sich weg. Wie schnell kann es aber ein jeden treffen; Netzhautablösung, diabetische Retinopathie oder grüner Star.

 

Zusätzlich kommen nun auch die  Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise dazu. Sie stellen Menschen mit Sehbehinderung zum Teil vor große Probleme. Wann geht es in der Warteschlange weiter, hält man genug Abstand - und wohin fährt der Bus?

 

Nun zu Ihren Fragen:

 

1.)     barrierefreier Zugang zu Informationen!

Ich werde mich selbstverständlich für einen barrierefreien Informationszugang einsetzen. Diese Menschen haben und sollen das Recht haben Internetseiten und Apps an öffentlicher Stellen in Baden Württemberg für blinde und sehbehinderte Menschen durch Barrierefrei zu nutzen. Dies muss bei Ausschreiben bereits in dem Pflichtenheft stehen! Wir sind eine moderne Gesellschaft und diese Gesellschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied! Dies fängt bei unseren Kindern an, geht bei den älteren Herrschaften weiter und findet sich bei unseren schutzbedürftigen kranken Bürgern wieder! Auch der Antrag für die finanzielle Untersetzung bei Braillezeilen, OrCam MyEye oder Screenreader soll einfacher und unbürokratischer stattfinden. Auch hier muss nachgerüstet werden z.B. an Fahrkartenautomaten in Bahnhöfen.

 

2.)     Umsetzung der Europäischen Barrierefreiheitsrichtlinie in nationales Recht!

Barrierefreiheit von Webseiten öffentlicher Stellen war die Privatwirtschaft bisher noch ausgeklammert. Dies muss aufgehoben werden. Diese Europäische Richtlinie zur Barrierefreiheit wurde zwar verabschiedet! Sie muss aber auch von der Bundesregierung Schritt für Schritt umgesetzt werden. Warme Worte und Betroffenheitsfloskeln helfen hier nicht. Hier bestehen Verpflichtungen und eine Fürsorgepflicht gegenüber unseren betroffenen Bürgern.

 

3.)     Bauliche Barrierefreiheit und Mobilität!

Ich werde mich natürlich für einen schnellen weiteren barrierefreien Ausbau von Infrastruktur und Fahrzeugen sowie ausreichende Angebote einsetzen? Aus dem geschuldet schon, dass die Gesellschaft immer älter wird! Nicht nur erkrankte Bürger benötigen diese genannten baulichen Ergänzungen sondern auch ältere Herrschaften oder Mütter mit Kinderwagen! Es kann nicht sein, dass Betroffene leichter in Städten leben und dort horrende Mieten zahlen müssen um ein leichteres Leben führen zu können! Das ist soziale Ungerechtigkeit vom feinsten!

 

4.)     Erhaltung und Verbesserung der finanziellen Nachteilsausgleiche!

Wissen Sie, wir sind eine junge Partei! Wenn ich höre, dass die Landesblindenhilfe als wichtiger Nachteilsausgleich für blinde Menschen ist in Baden-Württemberg im Gegensatz zu den anderen Bundesländern seit 1997 nicht mehr erhöht wurde da geht mir die Hutschnur hoch! Wir haben für alles Geld und drucken zusätzlich Geld um die Wirtschaft durch diese langen Lockdowns aufzufangen! Für Euch eine angemessene Erhöhung und künftige Dynamisierung, um Kaufkraftverluste auszugleichen sollte selbstverständlich sein. Dass dies schon so lange nicht mehr passiert ist, erschüttert mich zu tiefst! Ihre Forderung für Bayern mit der Einführung eines Sehbehindertengeldes für hochgradig sehbehinderte Menschen kann ich leider nicht unterstützen da ich für Baden-Württemberg kandidiere. Eventuelle gibt es hier aber für mich die Möglichkeit etwas anzustoßen. Viel Erfolg hier!!

 

5.)     Voraussetzungen für inklusive Bildung herstellen!

Gleichberechtigter Zugang aller Schülerinnen und Schüler zu Lernplattformen und Bildungsangeboten muss stattfinden! Diese Schüler leiden wahrscheinlich ungemein darunter! Sie wollen weiter kommen und können nicht! Auch hier muss es eine finanzielle Untersetzung der Landesregierung geben. Für die Schulen und die Schüler. Bürokratie muss hier abgebaut werden. Der Einstieg und die Anträge einfacher, verständlicher und umsetzbarer. Der eigene Computer ermöglicht Zugang zu den unterschiedlichsten sozialen Netzwerken, dient als Informationsquelle und kann eben auch ein vollwertiger Arbeitsplatz sein. Hilfsmittel wie z. B. Screenreader müssen zur Verfügung gestellt werden.

 

6.)     Erfolgreiche Inklusion in die Arbeitswelt schaffen!

Ihr bräuchtet eine größere Lobby. Man muss aufzeigen „ja ich bin blind, und jetzt?“. Bekannte Persönlichkeiten wie Stevie Wonder oder David Blunkett waren mit dieser Krankheit betroffen. „Ich bin qualifiziert diesen Job zu machen! Gebt mir die nötige technische Ausstattung und ich beweise es euch!“ Die Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter ist in Deutschland gesellschaftspolitischer Konsens. Ab einer gewissen Betriebsgröße zahlen Betriebe, die keine Schwerbehinderten beschäftigen, gemäß Schwerbehindertengesetz eine monatliche Ausgleichsabgabe. Arbeitgeber, die sehbehinderte oder blinde Mitarbeiter einstellen, erhalten umfangreiche Investitions- und Gehaltszuschüsse. Wissen das alle mittelständischen Unternehmen? Da sollte man Aufklärungsarbeit leisten und die Berührungsängste nehmen der Firmen. Hierzu bin ich gerne bereit euch zu unterstützen.

 

Ich wünsche euch alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg.

Die besten Wünsche

 

Ihr Marco Nardini   

Landtagskandidat der AfD im Wahlkreis 52 Kehl

 

Anke Hofmann - OG Kehl der Klimaliste

Sehr geehrter Herr Schäfers, sehr geehrter Herr Knebel,

als junge Partei haben wir jetzt vor der Wahl sehr viel versucht auf die Beine zu stellen, aber noch nicht genug. Generell ist es Bestandteil unseres Grundkonsenses, dass wir alle strukturell benachteiligten Menschen unterstützen und explizit fördern wollen. Es ist außerdem auch Teil des Klimagerechtigkeitsgedankens.

Wir stehen für  Barrierefreiheit und mehr Inklusion, da wir die Würde der Menschen (und aller Lebewesen) schätzen und jede:n so annehmen, wie er/sie/* ist.

Klimafreundliche Mobilität (auch ÖPNV) darf nicht an persönlichen finanziellen Mitteln, Infrastruktur oder persönlicher Beeinträchtigung scheitern. (Hier sind die Bahnhöfe eine ganz klare Baustelle!)

Inklusion an Schulen wollen wir durch individuelle Förderung mit z.B. angepasster Klassengröße auch verstärken.

Aber es wäre noch viel zu tun! Am Besten wäre, wenn sich jemand, z. B. aus Ihren Reihen, als Berater*in uns zur Verfügung stellen könnte. Wäre das möglich?

Vielen Dank für eine Rückmeldung von Ihnen!

Es grüßt Sie herzlich für die OG Kehl der Klimaliste

Anke Hofmann